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Teppiche für Mihrab, Emporen und Bereiche unter der Kuppel

Die technisch anspruchsvollsten Bereiche eines Moscheeteppichprojekts sind häufig die Flächen am Mihrab, auf Emporen und unter Kuppeln. Sie erfordern bei Entwurf und Verlegung eine andere Herangehensweise als der rechteckige Hauptsaal. Sonst können der räumliche Zusammenhang leiden und unerwartete Probleme bei der Verlegung entstehen.

Radiale Muster unter einer Kuppel

Die Bodenfläche unter einer Kuppel ist häufig rund oder vieleckig. Ein rechteckiges Standardmuster lässt sich dort nicht unverändert einsetzen. Das Designstudio entwickelt eine auf die Mitte ausgerichtete radiale Komposition und stimmt sie auf die architektonische Achse der Kuppel ab. So harmoniert das Muster sowohl von oben als auch vom Boden aus betrachtet mit dem Gebäude.

Den Mihrab als Mittelpunkt gestalten

Der Mihrab ist ein optischer und spiritueller Mittelpunkt der Moschee. Die Fläche davor und das Innere der Nische erhalten deshalb häufig ein Akzentmuster, das sich vom Hauptsaal unterscheidet und ihn zugleich ergänzt. Die meist unregelmäßige Nischengeometrie erfordert in der Regel ein separates Aufmaß und einen eigens geplanten Zuschnitt.

Zugang und bauliche Bedingungen auf Emporen

Eine Gebetsempore hat eigene Maße und Zugangsbedingungen. Treppen oder Aufzüge können die Größe der transportierbaren Teppichrollen begrenzen. Fertigung und Verlegung sollten deshalb in kleineren, handhabbaren Stücken geplant werden. Auch die Tragfähigkeit der Empore ist bei der Berechnung des Teppichgewichts zu berücksichtigen.

Optischer Zusammenhang mit dem Hauptsaal

Auch wenn Mihrab, Empore und Bodenflächen unter Kuppeln eigene technische Anforderungen haben, schaffen eine gemeinsame Farbpalette und Formensprache ein einheitliches Raumbild. Das Designstudio sollte diese Bereiche als Fortsetzung des Hauptthemas entwickeln.

Details bei der Verlegung

Planen Sie Nähte in unregelmäßigen Bereichen möglichst an natürlichen Übergängen des Musters und abseits auffälliger Stellen. Bei schwer zugänglichen Flächen und Höhenunterschieden im Boden braucht es ein Verlegeteam mit Erfahrung in vergleichbaren Projekten. Das kommt sowohl der Ausführung als auch der Arbeitssicherheit zugute.

Diese Bereiche früh einbeziehen

Berücksichtigen Sie diese Flächen bereits zu Beginn des Projekts. Ihr Aufmaß und ihre Musterentscheidungen beeinflussen auch die Gestaltung des Hauptsaals. Sobald die Architekturpläne feststehen, sollten Fotos und Maße an das Designteam gehen, um Überarbeitungen vor Produktionsbeginn zu verringern.

Mihrab, Emporen und Bodenflächen unter Kuppeln sind entscheidend dafür, wie die architektonische Identität der Moschee im Teppich sichtbar wird. Sie verdienen ebenso viel Planung wie der Hauptgebetssaal.

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